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Jessi does Vegas: Was bitte sind „Comps“?

Casinos wollen Euch etwas schenken! Buffets, Showtickets, ermäßigte Zimmer, erlassene Resortgebühren, manchmal sogar kostenlose Unterkunft. Man nennt diese Geschenke „Comps“, was die Abkürzung für „complimentary“ ist. Es regnet davon in Strömen in Las Vegas: LV-Besucherstudien zufolge werden etwa 12 % der Hotelaufenthalte mit Gratisleistungen bezahlt.

Dieses System kann für Erstbesucher manchmal verwirrend sein. Nicht, weil man ein Genie sein muss, um das Prinzip zu verstehen, sondern weil das Angebot so riesig ist.

Besorg Dir eine Spielerkarte!

Der wichtigste Tipp ist, sich in jedem Casino, das man besucht, eine kostenlose Spielerkarte zu besorgen – ob man spielt oder nicht. Das Verfahren ist immer schnell und schmerzlos. Jedes Mal, wenn man sich an einen Tisch setzt oder an einem Automaten spielt, kann man sich mit der Karte anmelden und Punkte auf dem Mitgliedskonto sammeln. Man kann auch auswählen, gelegentlich Angebote für vergünstigte Mahlzeiten oder Hotelaufenthalte zu erhalten. Angebote werden immer kommen, auch wenn man nicht spielt.

Technisch gesehen muss man sich nicht in jedem Casino anmelden, denn die Karte eines jeden Casinos funktioniert auch in jedem anderen Casino desselben Unternehmens. Zum Beispiel funktioniert die MGM Rewards-Karte in sage und schreibe neun Casinos (Mandalay Bay, Luxor, Excalibur, New York New York, Park MGM, MGM Grand, Aria, Bellagio und Mirage), und die Caesars Rewards-Karte funktioniert in neun weiteren (Bally’s, Caesars Palace, The Cromwell, Flamingo, Harrah’s, LINQ, Paris, Planet Hollywood und Rio). Wenn man sich also für die MGM- und die Caesars-Karte anmeldt, kann man gleich in 18 Casinos in Vegas Punkte sammeln. Das ist ein guter Anfang 🙂

In der Vergangenheit musste man spielen, um Freipunkte zu erhalten, aber in den letzten Jahren konnten auch Nicht-Spieler Freipunkte für Essen, Unterhaltung und Einkäufe erhalten.

Um es einfach zu machen: Casinos geben Dir je nach Spiel etwa 10-40 % des erwarteten theoretischen Verlusts zurück. Die Comps basieren also auf einem theoretischen Verlust, nicht auf einem tatsächlichen Verlust und man erhält die Vergüsntigungen natürlich auch, wenn wenn man gewinnt. Das bedeutet ein ernsthaftes Geschäft für Routinespieler und Grinder. Es gibt sogar Comp Rechner, die simulieren, wie viele Boni man erwarten kann.

Manchmal erhält man mehr Gutschriften, wenn man einen großen Verlust hat. Was als „groß“ gilt, hängt von der Größe des Casinos ab. Man kann auch viele Freipunkte erhalten, wenn man einen großen Gewinn hat, denn das Casino wird in dem Falle alles tun, um einen im Haus zu halten, damit es zumindest einen Teil seines Geldes zurückgewinnen kann, da, auf lange Sicht, das Haus jja immer gewinnt. Das bedeutet nicht, dass man nur spielen sollte, um Comps zu bekommen! Das wäre so, als würde man einen Dollar ausgeben, um einen Vierteldollar zu sparen. Wenn der erwartete Verlust $100 beträgt und das Casino Dir $30 an „Gratisgeschenken“ gibt, haben diese Gratisgeschenke immer noch $70 gekostet. Die Gratisgeschenke sollten nur Zuschuss für die Partien sein, die man sowieso geplant hatte zu spielen.

Wenn man nur die Spiele mit den besten Gewinnchancen spielt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie gewinnen, und wenn man doch verliert, verliert man weniger. Aus diesem Grund spielen die meisten Comp Grinder Craps, Black Jack oder Videopoker und nicht Spielautomaten oder Roulette. Bei Spielen wie Spielautomaten erhält man zwar mehr Gratispunkte, aber nur, weil auch der theoretische Verlust da höher ist.

Um Gutscheine zu erhalten, muss man sie zumeist an einem bestimmten Schalter beantragen. In der Regel handelt es sich dabei um Ermäßigungen für Hotelzimmer, Gutscheine für Geschäfte oder Restaurants, Eintrittskarten für Veranstaltungen und in einigen Fällen sogar Buy-ins für Turniere.

Während seines Vegas Aufenthalts im November und Dezember 2021, spielte unser Reporter, Damiano Nigro, viele Cash Games im Venetian und sammelte genug Comps für das Buy-in eines 200$ Bounty Side Events während des Winterfestivals. Er beendete das Turnier auf Platz 6 und fügte seiner Bankroll mit diesem Freeroll einen schönen Batzen hinzu.

Wie die Leute ihre Comps verwenden, verrät etwas über ihre Persönlichkeit und Denkweise – auch den Casinos. In Bezug auf die WSOP ist die Caesars Rewards Karte aber in jedem Fall ein Nobrainer. Also Jessi – unbedingt anmelden!